ZKS-Abfall

Das größte E-Government-Pilotprojekt aller Zeiten

Jährlich entstehen bundesweit über 21 Mio. Tonnen gefährliche Abfälle. Bis vor einiger Zeit wurde der Nachweis für die ordnungsgemäße Entsorgung über Begleitscheine abgewickelt. Dabei fielen einige Millionen Durchschläge pro Jahr an. Seit dem 01.04.2010 gilt das elektronische Abfallnachweisverfahren (eANV) in Kombination mit der qualifizierten elektronischen
Signatur.

In EU-weiten Ausschreibungen konnte sich die KDO die Entwicklung und den Betrieb der technischen Infrastruktur sichern. Die komplexe Landschaft ist mit 32 redundant ausgelegten Linux-Servern hochverfügbar. Zwischen mehr als 57.000 Verfahrensbeteiligten bundesweit, also Erzeugern, Beförderern und Entsorgern gefährlicher Abfälle, werden täglich mehr als 100.000 Nachrichten über die virtuelle Poststelle der KDO ausgetauscht. Das eANV ist
derzeit das größte Verfahren, das mit dem OSCI-Standard eine vollständige Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gewährleistet.

Wer ist an dem Projekt beteiligt?

Das Gesamtkonzept wurde vom Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erarbeitet. Die Aufsicht über die XML-Schnittstelle hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU).
Treibende Kraft ist jedoch die Länderarbeitsgruppe Abfall-DV-Systeme (LAG GADSYS). Deren Geschäftsstelle, die Informationskoordinierende Stelle Abfall-DV-Systeme (kurz IKA) ist bei der GOES mbH angesiedelt und war die Auftraggeberin für die technische Umsetzung durch die IBM Deutschland GmbH und die KDO.
Die Virtuelle Poststelle, die den OSCI Nachrichtenaustausch zwischen den Beteiligten ermöglicht, wird durch die Software Governikus der Governikus GmbH & Co.KG, Bremen abgebildet.